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Sauna im Sommer

Geschrieben von E. B. Semmel.

Viele Menschen kämen niemals auf die Idee im Sommer in die Sauna zu gehen. Gerade wenn einem von der schwül-heißen Luft die Kleider am verschwitzten Körper kleben erscheint es aberwitzig sich freiwillig in eine 90°C heiße Saunakabinen zu setzen. Viel eher würden die meisten einen Sprung ins kalte Wasser vorziehen. Doch es ist die Kombination von kontrolliertem Schwitzen und Abkühlen, die den ultimativen Frische-Kick verschafft.

Schwül-heiße, tropische Sommerhitze ist nicht mit der angenehm trockenen Wärme der Sauna zu vergleichen. In einer Sauna herrschen in der Regel über 80 Grad Celsius, die deshalb so gut vertragen werden können, weil die Luftfeuchtigkeit von unter 10% sehr gering ist. In diesem Klima kann der Schweiß, die Abwehrreaktion des Körpers gegen die ihn umgebende Hitze, auf der Haut frei verdunsten und sie wirksam kühlen. Dieses körpereigene Klimasystem funktioniert umso effektiver, je besser es trainiert ist. Regelmäßige Saunabesucher vertragen deshalb Hitze im Allgemeinen besser.

Im Gegensatz zur Sauna wird das Schwitzen an warmen Sommertagen mit hoher Luftfeuchtigkeit als unangenehm empfunden. In einem solchen Klima hält sich nämlich eine dünne mit Wasserdampf gesättigte Luftschicht über der Haut, die zu einem Hitzestau führt und die Wärme als drückend empfunden werden lässt.

Sauna im Sommar ist genuaso entspannend, wie im Winter

Das Erfolgsgeheimnis der Sauna liegt in der Kombination von Schwitzen und anschließender Abkühlung: Der kalte Abguss mit dem Kneipp-Schlauch, eine kräftige Schwallbrause, der kurzer Aufenthalt im Tauchbecken oder das Abreiben mit Crush-Eis bereiten gerade auch im Sommer ein unbeschreibliches Frischeerlebnis.

Auch wenn wissenschaftliche Arbeiten schon lange die positiven Effekte von kräftigen Kältereizen auf das vegetative Nervensystem bestätigen, werden die gesundheitlich wertvollen Kaltwasseranwendungen beim Saunabaden oft noch unterschätzt.

Neben dem Frische-Kick und der psychischen Entspannung bietet das regelmäßige Saunabaden aber noch weitere gesundheitliche Vorteile.

Schwitzen in der Sauna mit anschließenden Kaltwasseranwendungen stärkt das Immunsystem. Durch die Wärme erweitern sich die Blutgefäße, bei der anschließenden Abkühlung verengen sie sich wieder; der Körper lernt durch diesen Wechsel sich unterschiedlichen Temperaturen besser anzupassen und wird abgehärtet. Das Immunsystem wird aktiviert und Viren und Bakterien haben weniger Chancen sich auszubreiten. Erkältungen wie auch der Sommergrippe, oft durch Unterkühlung in klimatisierten Räumen oder Ventilatoren verursacht, wird so vorgebeugt.
Das Erweitern und Verengen der Blutgefäße durch Hitze und Kaltwasseranwendungen hält diese flexibel und vergrößert sie bei dauerhaften Anwendung, wodurch die Durchblutung verbessert, der Blutdruck reguliert und das Herz-Kreislauf-System entlastet wird. Die Sauna härtet so auch gegen Hitzewellen besser ab und in heißen Nächten kann besser und länger geschlafen werden.

Erfrischung im kaltem Wasser

Auch bei Kopfschmerzen, insbesondere Migräne, die durch Gefäßspannungen verursacht wird, können regelmäßige Saunabesuche vorbeugend wirken.

Außerdem bietet die Sauna eine wirksame natürliche Schönheitspflege, indem sie die Durchblutung der Haut anregt und die Regeneration und Zellneubildung stimuliert. Zudem werden Schlackenstoffe ausgeschieden und die Haut porentief gereinigt, wodurch sie insgesamt schöner, reiner und straffer erscheint.

Vor allem aber sorgt die Sauna für geistige und seelische Erholung, körperliche Frische und psychische Entspannung. Es ist also nicht verwunderlich, dass bei einer Umfrage unter mehr als 20000 Saunabesuchern fast 70% angaben, dass sie das ganze Jahr über regelmäßig die Sauna besuchten. Warum wollte man darauf im Sommer auch verzichten?

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