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Weiße Zähne durch Bleaching

Geschrieben von E. B. Semmel.

Wenn wir einen Menschen treffen wird uns ein erster Eindruck vor allem über die Augen und Zähne vermittelt;  im Bruchteil einer Sekunde entscheidet sich oft, ob wir jemanden sympathisch finden oder nicht. Ein freundliches, selbstbewusstes Lächeln mit strahlend weißen Zähnen hat dabei eine verführerische Wirkung und kann sofort eine positive Grundstimmung schaffen.

Kein Wunder, dass der Wunsch nach weißen Zähnen alles andere als neu ist. Schon seit langem versucht man verfärbte Zähne aufzuhellen. Dabei wurden bis in die Gegenwart oft Mittel eingesetzt, die teils wirkungslos und teils sogar schädlich waren. Heute ist man grundsätzlich in der Lage, Zähne wirkungsvoll, praktikabel und substanzschonend zu bleichen. Allerdings unterscheiden sich die auf dem Markt befindlichen Verfahren mitunter erheblich bezüglich Effizienz, Kosten und Risiken.

Als Bleichmittel dient in der Regel Wasserstoffperoxid, eine Substanz, die auch Frisöre zum Aufhellen der Haare benutzen. Die Präparate sind in der Lage in die Zähne einzudringen und die Farbstoffe dort chemisch so zu verändern, dass sie farblich nicht mehr in Erscheinung treten. Je mehr Wasserstoffperoxid das Bleichmittel dabei enthält und je länger es einwirkt, umso heller werden die Zähne.

Schönes Lächeln

Ursachen

Zahnverfärbungen können durch äußere Einflüsse entstehen, indem beispielsweise färbende Genuss- oder Lebensmittel wie Kaffee, Tee, Rotwein, Säfte oder Tabakrauch von außen in den Zahn eindringen und ihn verfärben. Andererseits können auch Medikamente (wie Antibiotika), Karies, Mangelernährung (z.B. Kalziummangel), eine Amalgam-Füllung oder abgestorbenes Zahnmark eine Verfärbung verursachen.

Methoden

Grundsätzlich werden zwei Methoden unterschieden: Das sogenannte „Home-Bleaching“ und andererseits das „Power-” bzw. „In-Office-Bleaching“.

Beim Zahnaufhellen zuhause werden Mittel aus der Apotheke oder dem Drogeriemarkt verwendet. Es gibt Streifen zum Aufkleben, Gele zum Auftragen sowie Pasten, die in vorgefertigte Schienen gefüllt werden. Alle diese Produkte sind leicht zu handhaben und werden zweimal täglich 30 Minuten lang für zwei Wochen angewendet; sie bewirken für etwa ein halbes Jahr eine nur leichte Aufhellung,  da sie relativ wenig Bleichmittel enthalten.

Das sogenannte „In-Office-Bleaching“ wird von einem Profi in einer Praxis ausgeführt. Die hier verwendeten Pasten enthalten wesentlich mehr Bleichmittel als freiverkäufliche Substanzen und wirken bedeutend effizienter und schneller. Wegen der Aggressivität der verwendeten Substanz wird vor der eigentlichen Behandlung das Zahnfleisch mit einem Gummiüberzug geschützt. Nach einer Einwirkzeit von circa 15 bis 30 Minuten wird das Bleichgel entfernt, die Zahne poliert und mit Fluor behandelt, damit die leicht angeraute Zahnoberfläche keinen Schaden nimmt. Insgesamt genügen zwei bis drei Sitzungen um die Zahne deutlich weißer zu machen; gleichzeitig hält der Effekt bis zu zwei Jahre lang an.

In-Office-Bleaching

Risiken

Die sicherste Methode ist sicherlich das Bleaching beim Zahnarzt: Er wird zunächst auf mögliche Probleme mit Karies, freiliegenden Zahnhälsen oder Schmelzrissen aufmerksam machen und gegebenenfalls beheben sowie versuchen die Ursachen der Verfärbungen festzustellen und aufgrund dessen Intensität und Dauer der Behandlung empfehlen.

Das aggressive Power-Bleaching ist schließlich nicht gänzlich risikofrei. Das Bleichmittel kann tief in rissige oder faule Zähne eindringen und Schmerzen verursachen. Auch bei empfindlichen Zahnhälsen kann die Bleichsubstanz das Zahnbein weicher und poröser machen und auch der Zahnschmelz ist unmittelbar nach der Behandlung spröder und kariesanfälliger. In Verbindung mit Amalgam kann Peroxid Quecksilber freisetzen -  alte Füllungen müssen deshalb vor der Bleiche mit einem speziellen Lack versiegelt werden. Auch Füllungen aus Kunststoff werden kurzfristig aufgeweicht und langfristig poröser.

bevor bleaching und nach

Kosten

Bleichmittel für den Hausgebrauch sind für 20 bis 50 Euro erhältlich und ihre Anwendung sollte halbjährlich wiederholt werden, um den leichten Aufhellungseffekt dauerhaft zu gewährleisten.

Ein professionelles Bleaching kostet zwischen 150 und 300 Euro pro Anwendung; zwei bis drei Anwendungen sorgen für eine deutliche Aufhellung für etwa zwei Jahre.

Die Krankenkassen unterstützen die Behandlung nicht, schließlich dient sie ausschließlich der Schönheit und nicht der Gesundheit.

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