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Die Erdbeere – pure Lebensfreude

Geschrieben von E. B. Semmel.

Sie sind klein, süß und leuchtend rot: die Rede ist von Erdbeeren. Die sensiblen Früchtchen haben viele gesunde Inhaltsstoffe, kaum Kalorien und sind vor allem eine unvergleichliche Köstlichkeit!

Erdbeeren (Fragaria vesca) sind botanisch betrachtet gar keine Beeren, sondern gehören zu den Sammelnussfrüchten. Denn die kleinen grünlich-gelben Punkte, die auf der roten Oberfläche sitzen, sind die eigentlichen Früchte: es sind winzige Nüsse, also von verholzten Fruchtwänden umschlossene Samen. Das rote Fruchtfleisch der Erdbeere ist (wissenschaftlich betrachtet) nur der hochgewölbte Blütenboden, weshalb der Botaniker die Erdbeere als Scheinfrucht bezeichnet.

Bereits in der Antike wurde die (Wald-)Erdbeere von griechischen und römischen Poeten besungen: sie galt als wohlschmeckend und außerdem als bewährtes Heilmittel gegen Gallen- und Leberleiden. Im 14. Jahrhundert wurde die kleinfruchtige Gartenerdbeere bereits in England und Frankreich angebaut. Im 17. Jahrhundert kam die erste großfruchtige Sorte aus Kanada nach Europa, kurz darauf auch aus Südamerika. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts entstand dann aus einer zufälligen Kreuzung der zwei zuvor aus Übersee eingeführten Sorten in Holland unsere heutige Erdbeere. Anfang des 18. Jahrhunderts fand sie schließlich ihren Weg nach Deutschland, wo sie dann einige Jahrzehnte später ihren Siegeszug von Baden-Baden aus startete. Sie gilt heute als die Königin der Beeren-Früchte und gehört zu den Lieblingen der Deutschen: durchschnittlich 2,4 Kilogramm frische Erdbeeren verspeist jeder Deutsche statistisch pro Jahr.

Die Erdbeere ist die Königin der Beeren-Früchte

Die aromatisch-süßen Erdbeeren sind mit durchschnittlich 32 Kilokalorien pro 100 Gramm ausgesprochene Schlankmacher. Und obwohl sie zu 90 Prozent aus Wasser bestehen, bringen sie mehr Vitamin C als Zitronen oder Orangen mit. Sie besitzen durch die kleinen Kerne außerdem einige Ballaststoffe, Pektine und Zellulose, die hilfreich für die Verdauung sind. Die reichhaltig vorhandene Folsäure ist besonders in der Schwangerschaft sehr wichtig und begünstigt außerdem die Zellregeneration. Daneben bietet die Erdbeere mit Calcium, Kalium, Eisen, Zink, Mangan und Kupfer viele wichtige Mineralstoffe. Darüber hinaus enthält sie sekundäre Pflanzenstoffe, die sogenannten Polyphenole, die helfen sollen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs vorzubeugen. Und selbst die Blätter der Erdbeere lassen sich bei Magen-Darm-Beschwerden in Form von Teeaufgüssen nutzbringend verwerten.

Zusätzlich finden Erdbeeren auch äußerlich bei der Hautpflege Anwendung. Bei Sonnenbrand beispielsweise hilft eine Erdbeermaske aus 8 pürierten Erdbeeren vermischt mit zwei Esslöffeln Joghurt die Haut zu beruhigen und ihr Feuchtigkeit zuzuführen. Die Masse wird großzügig auf die verbrannte Haut auftragen, 20 Minuten einwirken lassen und anschließend abgespült und die Haut vorsichtig trocken getupft.

Gesichtmask mit der Erdbeere

Erdbeere sind sehr empfindlich und beginnen bereits ein paar Stunden nach der Ernte ihr Aroma zu verlieren. Sie sollten am besten direkt nach dem Pflücken verzehrt werden. Beim Pflücken oder beim Einkauf sollte man nur durch und durch rote Erdbeeren wählen, weil sie anschließend nicht mehr nachreifen. Allerdings kann von der Farbe der Erdbeere nicht immer auf ihr Aroma geschlossen werden - dunkelrote Früchte sind nicht automatisch süßer als die hellen.

Im Kühlschrank können sie notfalls bis zu zwei Tage gelagert werden: ungewaschen und abgedeckt in einem flachen Behälter um mögliche Druckstellen zu vermeiden. Beschädigte Früchte schimmeln sehr schnell und sollten deshalb umgehend entsorgt werden.

Erdbeeren putzt man am besten im stehenden Wasser; Blätter und Stiel sollten erst nach dem Waschen entfernt werden, weil das Aroma ansonsten leicht verwässert wird.

Reife Erdbeeren

Genießen Sie also guten Gewissens so oft wie möglich eine große Portion Erdbeeren in dem Bewusstsein Ihrem Körper etwas Gutes zu tun!

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