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Schlank, gesund und schön mit Spargel

„Essbares Elfenbein”, „Frühlingsluft in Stangen”, „Königliches Gemüse” – es gibt kaum einen Superlativ, der die Faszination vieler Feinschmecker für das Edelgemüse erschöpfend ausdrücken könnte. Aber neben all den Gaumenfreuden beschert der Spargel seinen Genießern auch eine ganze Reihe an gesundheitlichen Vorteilen.

Der Spargel stammt ursprünglich aus Vorderasien, von wo aus er sich früh nach Europa und Nordafrika verbreitete. Schon in der Antike war er  in Griechenland und Rom als Edelgemüse bekannt und als Delikatesse so begehrt und überteuert, dass der Römische Kaiser Diokletian bereits im 4. Jahrhundert eine „Spargel-Höchstpreis-Verordnung” erließ. Um 1100 wurde das Gemüse erstmals von Byzantinischen Ärzten als Heilpflanze erwähnt – daher auch sein lateinischer Name „Asparagus officinalis”, der offiziell (als Arzneimittel) anerkannte Spargel. Angewandt wurde er damals seiner harntreibenden Wirkung wegen, außerdem zur Linderung von Hüftschmerzen, Gelbsucht und als Aphrodisiakum – es ist also kein Zufall, dass er bei den Römern der Göttin Venus geweiht war.

Grüner Spargel

Tatsächlich wird der Spargel auch heute noch bei Nieren- und Blasenerkrankungen angewendet. Inwieweit er als Aphrodisiakum taugt, sollte jeder für sich selbst entscheiden: immerhin scheint es - wie bei der Erdbeere - einen Zusammenhang zwischen hohem Zink-Gehalt und sexueller Stimulanz zu geben. Darüber hinaus ist der Spargel ein ohne jeden Zweifel gesundes Lebensmittel.

Einerseits besitzt er sehr wenig Energie und eignet sich hervorragend für die leichte Küche – wenn man ihn nicht in fetten Soßen ertränkt! Er besteht zu 94 Prozent aus Wasser, enthält so gut wie kein Fett und kein Cholesterin und bietet einen hohen Ballaststoffgehalt. Mit gerade einmal 13 Kilokalorien pro 100 Gramm ist Spargel der ideale kalorienarme Fitmacher. Und aufgrund der wenigen Kohlenhydrate auch für Diabetiker bestens geeignet.

Andererseits besitzt der Spargel eine Vielzahl von wertvollen Inhaltsstoffen wie Vitamin C , E und B (B1, B2, Folsäure), ferner Mineralien und Spurenelemente wie Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium, Kupfer, Eisen und Zink. Die B-Vitamine beispielsweise stärken die Konzentration, Gedächtnis und das Nervensystem; Folsäure hilft bei der Zellregeneration; Vitamin C und E sind hervorragende Radikalenfänger und stärken das Immunsystem; die Ballaststoffe entgiften den Darm; die hohe Konzentration an Eisen fördert die Blutbildung; Jod unterstützt die Drüsenfunktionen; Kalium regt zusammen mit dem in hohen Mengen enthaltenen Asparagin die Nierentätigkeit an und fördert so die entwässernde Wirkung und fördert außerdem die Produktion des Glückshormons Serotonin.

Durch seine blutreinigende Wirkung hilft Spargel auch gegen Hautunreinheiten und Ekzeme; B-Vitamine straffen die Haut. Wird er über mehrere Wochen regelmäßig gegessen oder (als Sud oder Suppe) getrunken, wirkt er wie eine Entschlackungskur, aktiviert den Stoffwechsel und begünstigt den Abbau von Fettreserven.

Spargel mit Käse

Für den typischen Spargelgeschmack – und auch den starken Geruch des Urins nach dem Verzehr von Spargel – ist vor allem der Aromastoff Asparagussäure verantwortlich: Durch ein spezielles Enzym, das die meisten Menschen besitzen, wird der Aromastoff gespalten und schwefelhaltige Verbindungen freigesetzt, die dann wahrnehmbar über den Urin ausgeschieden werden. Übrigens werden diese Verbindungen auch über die Muttermilch ausgeschieden, was nicht jeder Säugling schätzt, wenn er gestillt wird! Da der Spargel stark harntreibend wirkt, sollte etwa 1,5 Liter Wasser zusätzlich getrunken werden, damit der Harnsäurespiegel nicht zu stark ansteigt und keine akuten Gicht-Anfälle ausgelöst werden.

Gerösteter Spargel mit Hollandaise Sauce

Sie sehen, mit einer kleiner Portion Spargel werden Sie der glücklichste, schönste und gesündeste Mensch auf der Welt! Und sollte es wider Erwarten nicht funktionieren, können Sie sich damit trösten, etwas ausgesprochen Leckeres gegessen zu haben.

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