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Frühjahrsmüdigkeit

Geschrieben von E. B. Semmel.

Frühjahrsmüdigkeit ist ein weit verbreitetes Phänomen: Während um uns herum alles erwacht, Mensch und Natur sich emsig regen und nach einem kalten, dunklen Winter von neuem erblühen, wollen wir nur eins: Schlafen!
Man kommt kaum aus dem Bett, die Glieder sind schwer, die Gedanken stumpf und man gähnt von morgens bis abends. Oft schlafen wir schlecht, kleinste Wetterveränderungen verursachen Kopfschmerzen und Gereiztheit und an konzentriertes Arbeiten ist nicht zu denken. Aus dem Winterschlaf in die Frühjahrsmüdigkeit - was für eine Tragödie!

Aber was ist Frühjahrsmüdigkeit eigentlich? Eine Krankheit im üblichen Sinn verbirgt sich nicht dahinter, sondern eher eine körperliche Stresssituation. Hinter den mannigfaltigen Symptomen wie Müdigkeit, Gereiztheit, Abgeschlagenheit, Schwindel, Kreislaufschwäche und Wetterfühligkeit verbergen sich verschiedene Ursachen.

Frühling? Immer schlafen!

Ein Hauptgrund für die allgemeine Schlappheit ist die veränderte Großwetterlage. Durch die wärmeren Temperaturen erweitern sich die Blutgefäße, der Blutdruck wird niedriger und man fühlt sich kraftlos und müde. Die einseitige Ernährung, der Bewegungsmangel und die üblichen Erkältungen während des Winters haben den Körper zudem ausgezehrt, der hormonelle Umsturz am Frühlingsanfang tut ein übriges. Die Reserven sind erschöpft, unser innerer Akku leer.

Durch das intensivere Tageslicht und die wärmeren Temperaturen beginnt der Körper – als Teil der Natur – mit seinem Frühjahrsputz: er nimmt mehr Sauerstoff auf, die Zellerneuerung beschleunigt sich, das Gute-Laune-Hormon Serotonin wird vermehrt produziert, die Produktion von Melatonin, dem Schlafhormon, gedrosselt. All diese Veränderungen strengen natürlich auch an. Das größte Problem ist aber, dass dieses Frühlingserwachen nicht immer bei allen als koordinierter, ausbalancierter Prozess abläuft, sondern mitunter chaotisch und sprunghaft: Während die einen das berühmte Kribbeln spüren, sich vor Frühlingsgefühlen nicht retten können und sich ständig neu verlieben, kippt bei anderen die Waage ins negative Extrem.

Achten wir auf unsere Ernährung!

Der frühlingsmüde Körper ist ausgepowert und ein wenig verwirrt. Und auch wenn man dieses Problem nicht einfach beseitigen kann, so ist es dennoch möglich den Körper zu unterstützen. Alles, was wir im Winter so sehr vermisst haben, sollten wir jetzt so schnell, so großzügig und so intensive wie möglich nachholen: Sonne tanken, Bewegung im Freien und leichte, frische Kost!

Richten Sie Ihren Tagesablauf nach der Sonne um sich ein Maximum an Tageslicht zu sichern. Das hilft dem Körper das müde machende Melatonin abzubauen und das belebende Serotonin zu produzieren.

Ebenso wichtig ist Bewegung: Machen Sie so oft wie möglich einen Spaziergang oder eine Fahrradtour an der frischen Luft, nehmen Sie statt des Aufzugs die Treppe oder lassen Sie Ihr Auto einfach einmal stehen und gehen Sie zu Fuß.

Achten Sie auch auf Ihre Ernährung! Essen Sie möglichst frische, vitaminreiche und leichte Kost: Kohlenhydrate als Energiespender kombiniert mit frischem Gemüse und Obst. Außerdem sind kleinere, über den ganzen Tag verteilte Mahlzeiten vorteilhaft. Zudem sollten Sie möglichst viel trinken um den Stoffwechsel zu unterstützen.

Treppen wir!

Vor allem aber tun Sie sich selbst etwas Gutes und verwöhnen Sie sich ein bisschen! Verlassen Sie Ihren Alltagstrott: Besuchen Sie ein nettes Restaurant, ein Café oder eine Ausstellung, planen Sie eventuell ein Wellness-Wochenende oder einen Kurzurlaub.

Vermeiden können Sie die Frühjahrsmüdigkeit zwar nicht, aber Sie können einiges dagegen tun!

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