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Das eigene Fitness-Studio zu Hause

Geschrieben von E. B. Semmel.

Nach der Arbeit noch schnell ins Fitness-Studio? Das bleibt allzu oft nur ein löblicher Vorsatz. Dabei ist regelmäßiges Training nicht nur extrem wichtig für die Gesundheit und zum Stressabbau, sondern stärkt auch unser Wohlbefinden ganz allgemein. Viele spielen daher mit dem Gedanken bei sich zu Hause einen Fitness-Raum einzurichten. Und dieser Traum lässt sich auch recht einfach verwirklichen.

Natürlich gibt es in der hauseigenen Muckibude weniger Geräte und Trainingsmöglichkeiten als in einem professionell ausgerüsteten Fitness-Studio – aber für ein ausgewogenes, solides und regelmäßiges Workout ist es eine echte Alternative. Die erste Überlegung vor dem Einrichten des Studios sollte die Abwägung von Kosten und Nutzen sein. Eine Grundausstattung kostet mindestens 1000 Euro, weshalb sich die Ausgabe wirklich nur dann lohnt, wenn in dem selbst eingerichteten Gym auch regelmäßig trainiert wird. Umgekehrt spart man aber auch die kostenpflichtige Mitgliedschaft im Fitnessstudio, lästige Fahrerei, Planung und vor allem viel Freizeit.

Fitness im Zimmer

Der Trainingsraum selbst muss vor allem gut zu belüften sein, da man beim Sport viel Sauerstoff verbraucht. Außerdem wird die Luft durch das intensive Schwitzen feucht, was leicht zu Schimmel führen kann. Ein fensterloser Kellerraum ist deshalb ungeeignet. Ähnliches gilt für den Dachboden, der sich im Sommer zu sehr aufheizt. Im Trainingsbereich sollten möglichst angenehme 18 oder 19 Grad Celsius herrschen, um die körperliche Belastung nicht noch zusätzlich zu erhöhen.

Die optimale Größe des Raumes richtet sich natürlich nach der Anzahl der Geräte und Übungsplätze, wobei auch Freiräume von jeweils einem Meter um alle Stationen eingeplant werden sollten. Als Einstiegsgröße gelten deshalb 12 bis 15 Quadratmeter als ausreichend.

Ein nicht zu unterschätzender Aspekt ist der Lärmschutz im Fitnessraum, vor allem wenn sich der Raum in einer Mietwohnung oder in der Nähe eines Schlafzimmers befindet. Eine Trittschalldämmung, Deckenabhängung, Akustikputz oder Schallschutz-Beläge können gegebenenfalls Abhilfe schaffen.

Neben einem leicht zu reinigenden, rutschfesten Bodenbelag darf natürlich ein großer Wandspiegel nicht fehlen. Dieser dient in erster Linie nicht (nur) der Befriedigung der eigenen Eitelkeit, sondern der Selbstbeobachtung während des Trainings um Bewegungsabläufe und Haltung kontrollieren und korrigieren zu können.

Fitness zu Hause

Die Einrichtung eines kleinen Fitness-Studios muss keine Unmengen an Geld verschlingen. Für den Beginn reichen eine Gymnastikmatte, Hanteln und ein Kardiogerät völlig aus. Ein ausgewogener Mix aus Ausdauer-, Kraft- und Beweglichkeitstraining ist entscheidend.

Die Iso-Matte eignet sich hervorragend zum Aufwärmen, zu Gymnastik-, Aerobic- und Yoga-Übungen sowie zum abschließenden Dehnen und Entspannen. Ergänzt werden kann dieser Bereich mit sinnvollen Fitness-Utensilien wie Gymnastikball, Dehnband oder Springseil.

Für den Kraftbereich genügt anfangs eine verstellbare Flachbank mit einem kleinen Sortiment an Lang- und Kurzhanteln. Eine Klimmzugstange ist ebenfalls sehr hilfreich. Eine professionellere Lösung bieten die sogenannten All-in-One- oder Multifunktionsmaschinen: sie sind platzsparend und können mit wenigen, einfachen Handgriffen für das Training verschiedener Körperbereiche umgebaut werden und vermitteln authentisches Fitness-Studio-Feeling.

Fitness-Studio zu Hause

Für den Ausdauerbereich ist der Kauf eines Cross-Trainers zu empfehlen, weil er – im Unterschied zum Fahrrad-Ergometer – neben den Beinen auch die Arme und den Oberkörper trainiert. Ein Laufband hingegen ist aufgrund der Belastung für Knie und Hüfte nicht für jeden geeignet, ebenso wenig wie Rudergeräte, bei denen eine korrekte Körperhaltung zwingend erforderlich ist um eventuelle Rückenprobleme zu vermeiden.

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