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Naturheilkunde bei Sportverletzungen

Geschrieben von E. B. Semmel.

Sport ist eine gleichermaßen beliebte wie gesunde Freizeitbeschäftigung. Er beugt vielen sogenannten Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes oder Übergewicht vor, sorgt für innere Ausgeglichenheit und hilft auch bei der Knüpfung und Pflege von Sozialkontakten. Sport ist in einem vernünftigen Maß betrieben außerordentlich positiv.

Leider kann es aber immer wieder zu Sportverletzungen wie Zerrungen, Verrenkungen, Prellungen, Schürfungen oder gar Schlimmerem kommen. Während bei schwereren Verletzungen der Arztbesuch unumgänglich ist, können leichtere Blessuren auch von medizinischen Laien behandelt werden.

P-E-C-H

Die wichtigste Sofortmaßnahme bei fast allen Sportverletzungen ist die sogenannte PECH-Regel: Pause, Eis, Compression, Hochlagern.

Pause: Bei einer Verletzung muss sofort mit dem Sport aufgehört und anschließende Belastungen weitestgehend vermieden werden.

Eis: Durch die schnelle Kühlung der betroffenen Stelle werden die Blutgefäße verengt und dadurch die Bildung von Schwellungen und Blutergüssen reduziert und Schmerzen gelindert.

Compression: Durch einen Kompressions- oder Druckverband werden ebenfalls Schwellung und Blutung reduziert, außerdem können Gelenke damit stabilisiert werden.

Hochlagern: Das Hochlagern des verletzten Körperteils (möglichst oberhalb des Herzens) verringert die Intensität von Blutungen und Schwellungen.

Sportverletzung

Naturheilkundliche Behandlungen

Bei der Schmerzbehandlung im Rahmen von stumpfen Verletzungen wie Verstauchungen, Blutergüssen, Prellungen und Krämpfen eignen sich vor allem die ätherischen Öle von Campher, Pfefferminz, Kiefernnadel und Lavendel, die allesamt schmerzlindernd wirken. Auflagen aus Arnika und Beinwell können ebenfalls eingesetzt werden.

Gegen Schwellungen haben sich Präparate aus Rosskastaniensamen bewährt, außerdem sind Ringelblumenblüten, Ackerschachtelhalm und Steinkleekraut zu empfehlen. Auch die Enzyme aus Ananas (Bromelain) und Papaya (Papain) wirken abschwellend.

Bei akuten Blutergüssen sollten Arnikablüten angewendet werden, im weiteren Heilungsprozess dann Beinwell, Campher, Johanniskraut und Rosskastaniensamen.

Bei Quetschungen und Prellungen sind vor allem Heublumenauflagen zu empfehlen.

Campher, Rosskastaniensamen und Steinkleekraut eignen sich hervorragend bei Bänder- und Gelenksverletzungen.

Zur begleitenden Therapie bei Knochenbrüchen werden traditionell Johanniskraut, Rosskastaniensamen und Steinkleekraut verwendet.

Kurieren mit dem Eis

Bitte beachten Sie, dass fetthaltige Produkte wie Salben und Cremes ausschließlich auf gesunder, heiler Haut angewendet werden dürfen.

Pflanzliche Heilmittel haben auch bei der Behandlung von offenen Wunden eine lange Tradition. Klassiker sind hierbei Kamille, Arnika, Ringelblume, Johanniskraut, Beinwell und Zaubernuss, die allesamt äußerlich angewendet werden. Sonnenhut und Taigawurzel können zur Unterstützung des Immunsystems zusätzlich eingenommen werden.

Eine (schlaffe) Blase sollte möglichst nicht aufgehen und mit Blasenpflaster abgeklebt werden. Pralle Blasen hingegen können steril geöffnet und abgestorbene Hautreste entfernt werden. Die offene Wunde kann dann mit Johanniskraut, Perubalsam, Kamille oder Wassernabelkraut behandelt und anschließend abgedeckt werden.

Mit atmungsaktivem Schuhwerk und Handschuhen, die die Haut trocken halten, lassen sich Blasen in der Regel vermeiden.

Krämpfe können zumeist durch eine passive Dehnung oder eine aktive Anspannung des entgegengesetzten Muskels gelöst werden. Zudem empfehlen sich sanfte Lockerungsmassagen mit Johanniskrautöl und Einreibungen mit Teebaumöl. Ein heißes Bad oder eine Wärmekissen lindern zudem die Schmerzen.

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